VDMA: Verpackungsmaschinenbau hat Tief überwunden
Der deutsche Verpackungsmaschinenbau hat das Jahr 2009 besser abgeschlossen als aufgrund der Weltwirtschaftskrise zu erwarten war. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr nur um 15 Prozent.

- VDMA: Verpackungsmaschinenbau hat Tief überwunden.
„Die hohen Umsatzwerte zum Jahresende waren angesichts der Auftragsentwicklung eine positive Überraschung. Der Umsatz erreichte damit das Niveau von 2006. Im Wesentlichen ist dies dem Auftragsüberhang aus dem Vorjahr zu verdanken“, so Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen.
Der Verpackungsmaschinenbau gilt als weniger zyklisch im Vergleich zur Maschinenbaubranche insgesamt. Rund 60 Prozent der Verpackungsmaschinen gehen in die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, weitere 20 Prozent in die Pharmaindustrie. Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise verlor das Auslandsgeschäft bereits Mitte 2008 stark an Dynamik. Der drastische Rückgang der Aufträge ab Oktober überraschte die Branche dennoch. Dabei ging die Nachfrage aus allen wichtigen Auslandsmärkten nahezu zeitgleich zurück. Finanzierungsprobleme in den wichtigsten Exportmärkten sowie eine generelle Verunsicherung der Investoren spielten dabei eine wichtige Rolle. In vielen Ländern ging die Finanzkrise mit einer starken Inflation einher und führte damit zu einem massiven Kaufkraftverlust. Dies wirkt sich schnell auf die Getränke und Lebensmittel herstellende Industrie aus: Die Produktion wird gedrosselt, bestehende Anlagen nicht ausgelastet und geplante Projekte erst einmal auf Eis gelegt.
Bei einer Branche mit einem Exportanteil von deutlich über 80 Prozent konnte das Inlandsgeschäft die erheblichen Rückgänge des Auftragseinganges vor allem aus Osteuropa und Nordamerika nicht kompensieren. In den ersten drei Quartalen von 2009 blieb die Nachfrage aus wichtigen Auslandsmärkten weiter schwach und lag um 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Deutliche Nachfrageimpulse aus dem Ausland gab es erst wieder Ende 2009.
„Das Licht am Ende des Tunnels wird größer und es geht wieder leicht aufwärts. Von einer nachhaltigen Erholung zu sprechen, ist aber noch zu früh. 2010 wird für viele Unternehmen noch ein schwieriges Jahr“, so Richard Clemens. „Wenn die positiven Konjunktursignale aber anhalten, dürfte der Verpackungsmaschinenbau, schneller als der Gesamtmaschinenbau, wieder auf „normale“ Pfade zurückkehren. Die Stimmung ist deutlich besser als im Herbst letzten Jahres“.
Außenhandel verringerte sich deutlich
Der Export ereichte 2009 ein Volumen von rund vier Milliarden Euro und liegt damit 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Lieferungen in die USA, dem wichtigsten Einzelmarkt für deutsche Verpackungsmaschinen, sanken um rund 34 Prozent. Die Exporte nach Russland, zweitwichtigster Absatzmarkt nach den USA, gingen um 39 Prozent zurück. Auslieferungen in die EU27-Länder verzeichneten ein Minus von 21 Prozent. Mit einem Minus von acht Prozent gingen die Lieferungen nach Asien moderat zurück. Hierzu beigetragen haben unter anderem Zuwächse in Japan und Indonesien.
(Pressemitteilung des VDMA)
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